Rund 280 Menschen feiern mit

Bischof Klaus Krämer weiht Altar in der umgebauten Kirche Mariä Himmelfahrt

Mit einem festlichen Pontifikalgottesdienst ist die Kirche Mariä Himmelfahrt in Degerloch am 22. Februar nach anderthalb Jahren Bauzeit neu geweiht worden. Rund 280 Gläubige feierten die Weihe mit Bischof Klaus Krämer und erlebten einen bewegenden Gottesdienst voller besonderer Momente und spürbarer Emotionen. Nicole Höfle |  22.02.2026

Im Mittelpunkt der Feier stand die Weihe des neuen Altars. In einem eindrucksvollen Ritus wurde er mit Chrisamöl gesalbt und feierlich in Dienst genommen. Zu den symbolträchtigen Momenten gehörte das Entzünden des Weihrauchs auf dem Altar: Der aufsteigende Duft und Rauch machten sinnlich erfahrbar, dass Gebet und Gottesdienst Himmel und Erde verbinden.

Bischof Krämer: Herausforderungen mit Zuversicht angehen

In seiner Predigt zeigte sich Bischof Krämer dankbar und erfreut über den neu gestalteten kirchlichen Ort. Zugleich richtete er den Blick nach vorn. „Auch wenn wir künftig mit weniger Mitteln und Ressourcen auskommen müsse, können wir die Herausforderungen mit Zuversicht angehen.“  Er erinnerte an die biblische Geschichte im Markus Evangelium, in der die Jünger eine erschöpfte und hungrige Menschenmenge auf Weisung Jesu nicht weggeschicken, sondern ihre fünf Brote und zwei Fische mit den erschöpften Menschen teilen. Alle sollen satt werden – ein Zeichen dafür, dass Teilen und Vertrauen neue Möglichkeiten eröffnen. Ebenso verwies er auf den heiligen Martin, der seinen Mantel teilte und erfuhr, dass Teilen reicher macht – den Gebenden wie den Empfangenden. „Ich bin zuversichtlich, dass uns die Veränderungen gelingen, auch wenn heute noch nicht jedes Detail des künftigen Weges sichtbar ist.“ Er hoffe, dass Mariä Himmelfahrt zu einer Kraftquelle werde – für die Gemeinde, für den gemeinsamen synodalen Weg und für den gesamten Stadtbezirk.

Stadtdekan Hermes: einzigartiges Konzept verwirklicht

Auch Christian Hermes, Stadtdekan in Stuttgart, würdigte die Neuausrichtungdes Kirchengebäudes. Er sprach von einem einzigartigen Konzept, das hier verwirklicht werde: Künftig wird die Kirche nicht nur von der Gemeinde genutzt, sondern auch vom Hospiz St. Martin und dem angrenzenden TrauerZentrum. Damit entstehe ein wichtiger Ort für Degerloch und die ganze Stadt – ein Raum für Glauben, Abschied, Begleitung und Hoffnung. Hermes zeigte sich dankbar für die breite Unterstützung: Bereits 30.000 Euro an Spenden seien eingegangen, weitere Spenden würden erhofft.

Renovierungskosten belaufen sich auf 3,85 Millionen Euro

Insgesamt belaufen sich die Renovierungskosten auf 3,85 Millionen Euro. Einen großen Anteil tragen das Stadtdekanat Stuttgart sowie die Diözese Rottenburg-​Stuttgart. Der Gewählte Vorsitzende der Gemeinde Mariä Himmelfahrt Bernhard Bayer dankte ausdrücklich für die finanzielle und ideelle Unterstützung. Mariä Himmelfahrt solle ein Ort lebendiger Glaubensweitergabe werden, betonte er.

Erneuerte Kirche als Bereicherung für Gemeinwesen und Stadtbezirk

Juliane Löffler, die Leiterin des TrauerZentrums, brachte ihre große Freude und Dankbarkeit zum Ausdruck. Die Mitarbeitenden des TrauerZentrums dürften diesen heiligen Ort künftig für ihre Arbeit mit Trauernden nutzen – ein starkes Zeichen der Verbundenheit von Seelsorge, Begleitung und liturgischem Leben.

Auch der Degerlocher Bezirksvorsteher Colyn Heinze unterstrich die Bedeutung des neuen sakralen Raums für den Stadtbezirk. Die erneuerte Kirche sei eine Bereicherung für das Gemeinwesen und ein wichtiger Impuls für das Zusammenleben in Degerloch.

Mit der Weihe von Mariä Himmelfahrt beginnt damit ein neues Kapitel: als Gottesdienstraum, als Ort der Trauerbegleitung und als geistliche Kraftquelle mitten im Stadtteil. 

Wichtige Infos zur Renovierung

  • Start der Bauarbeiten: Sommer 2024
  • Die wichtigsten Veränderungen sind: 
  • Innenraum deutlich heller, neue LED-Beleuchtung und weißer Innenputz
  • Altar wurde ins Kirchenschiff versetzt
  • keine festen Kirchenbänke mehr
  • Omega-Bogen und Alpha am Eingang symbolisieren Anfang und Ende bei Gott
  • Erhalt des Mosaiks von Wilhelm Geyer
  • Barrierefreier Zugang durch neuen Aufzug
  •  Verbindung zum Friedhof wird hergestellt
  • Nachhaltigkeit: Neue Photovoltaikanlage und Luft-Wasser-Wärmepumpe zur Energieeffizienz.
  • Gemeindeleben: Während der Renovierung wird die Gemeinde in Nachbarkirchen untergebracht; großes Heimweh nach der eigenen Kirche
  • Kosten: Gesamtkosten 3,58 Millionen Euro
  • Gemeinde benötigt 120.000 Euro durch Spenden

Einbau der neuen Orgel folgt

Was noch aussteht ist der Einbau der neuen Orgel, die 525 000 Euro kosten wird. Auch für diese sammelt die Gemeinde noch Spenden. : 

Weitere Informationen finden Sie auf der  Homepage der Gesamtkirchengemeinde Johannes XXIII. unter www.mariaehimmelfahrt.de/spenden.

Beitrag von regio tv

Der Sender regio tv hat über die Altarweihe berichtet. 

 

 

 

 

 

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