Anlässlich des Sommerfestes im Waldheim Möhringen, welches das Hospiz St. Martin alljährlich für seine rund 120 ehrenamtlich Mitarbeitenden veranstaltet, ist die Verleihung der Martinusnadel ein Programmpunkt, der den Organisatoren besonders am Herzen liegt. Die Nadel wird mit einer Urkunde ausgegeben, die individuell gestaltet ist.
Möglich ist die besondere Würdigung seit Anfang 2020. Seinerzeit hatte der damalige Bischof Dr. Gebhard Fürst „eine Ehrenordnung zur Verleihung kirchlicher Ehrentitel und Ehrenzeichen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart“ erlassen und in Kraft gesetzt. Die Ehrenordnung findet seitdem ihren Ausdruck in der großen Martinusnadel in Silber als „Zeichen des Dankes“ für das Teilen von Zeit, Idee und Begabungen und das Mitgestalten von Kirche“, wie es der amtierende Bischof Dr. Klaus Krämer der Diözese Rottenburg-Stuttgart formuliert. Der Name der Auszeichnung leitet sich vom Heiligen St. Martin von Tours ab. Er ist bis heute eine Symbolfigur für einen tiefen Glauben, für Wohltätigkeit und Nächstenliebe.
Ein Ehrenamt im Hospiz St. Martin verbindet Menschen in ihrem Wunsch, etwas Sinnvolles zu tun, das Menschen hilft. Über die Jahre hat sich das Ehrenamt in vier Bereichen so zu einer tragenden Säule entwickelt: sowohl im Alltagsehrenamt im Stationären Hospiz als auch in der hospizlichen Sterbebegleitung von Erwachsenen in Krankenhäusern, Pflegeheimen und zuhause. Im Ambulanten Hospiz Kinder und Jugendliche bringen sich die ehrenamtlich Mitarbeitenden in der Trauerbegleitung von Kindern und Jugendlichen ein. Im TrauerZentrum schenken sie ihre Zeit und Zuwendung trauernden Erwachsenen in der Trauerbegleitung.